Das Bücherkoffer-Programm von coach@school e. V.
Lesen ist der Schlüssel zu Bildung – doch nicht alle Kinder wachsen mit ausreichend Büchern oder regelmäßigen Vorleseerfahrungen auf. Genau hier setzt das Bücherkoffer-Programm an: Es bringt mehrsprachige Kinderbücher direkt aus der Schule in die Familien und stärkt so Lesefreude, Mehrsprachigkeit und Bildungschancen.
Ziel des Programms
Das Bücherkoffer-Programm verfolgt das Ziel,
- Lesefreude bei Kindern zu wecken,
- Mehrsprachigkeit wertzuschätzen und sichtbar zu machen,
- Eltern aktiv in die Leseförderung einzubeziehen und damit die Bildungschancen von Kindern besonders in Familien mit besonderen Unterstützungsbedarfen nachhaltig zu verbessern.
Eine externe Evaluation hat ergeben, das das Programm die Lesehäufigkeit steigert, die Lesekompetenz fördert und besonders positive Effekte bei Kindern mit Migrationsgeschichte zeigt.
Für wen ist das Programm geeignet?
Das Bücherkoffer-Programm richtet sich an
- Grundschulen (Klasse 1 oder 2 sowie DAZ-Vorbereitungsklassen)
- Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Eltern
So funktioniert der Bücherkoffer
Jede teilnehmende Klasse erhält zwei blaue Bücherkoffer mit jeweils 12 mehrsprachigen Kinderbüchern (Text auf Deutsch sowie mindestens in einer weiteren Sprache).
Ablauf:
- Jedes Kind nimmt den Bücherkoffer mehrmals im Schuljahr für eine Woche mit nach Hause.
- Die Bücher sind in mehreren Sprachen vorhanden (u. a. Deutsch, Arabisch, Türkisch, Ukrainisch, Russisch, Englisch, Französisch – insgesamt bis zu 19 Sprachen).
- Gemeinsames (Vor-) Lesen in der Familie wird angeregt und erleichtert.
- Nach einem Schuljahr wandern die Koffer in den nächsten Jahrgang weiter.
Begleitender Ablauf im Schuljahr – Was auf die Schulen und Lehrkräfte zukommt
coach@school e. V. begleitet die Schulen eng durch das Programmjahr:
- Lieferung der Bücherkoffer und Materialien (2 Koffer pro Klasse, Empfehlung: Durchführung einheitlich in der ganzen Jahrgangsstufe 1 oder 2)
- Digitale Lehrkräfte-Fortbildung (Selbstlernkurs, optional Live-Austausch)
- Einführungszeremonie in den Klassen
- Vorstellung des Programms und Elternworkshop „Tipps und Tricks zum Vorlesen und Erzählen in der Familie“ am ersten Elternabend, durchgeführt durch die Lehrkraft
- Regelmäßige Nutzung der Koffer im Unterrichtsalltag sowie wochenweise Ausleihe an die Kinder für zu Hause
- Monitoring, Auswertung der Lesetagebücher und Abschlusszeremonie
Unterstützung für Schulen
Teilnehmende Schulen erhalten:
- didaktische Materialien und Lesetagebücher
- Online-Lernplattform mit Praxisideen
- kontinuierliche Begleitung und Beratung
- Unterstützung bei der Finanzierung
Die Finanzierung erfolgt in der Regel über eine Co-Finanzierung, z. B. durch:
- Schulträger oder Kommunen
- Fördervereine
- Bildungsbüros, Sozialdezernate, Stiftungen
- ggf. über Programme wie das Startchancen-Programm oder über ein Stipendium bei coach@school
Kosten, Erwerb und Finanzierung
Bitte beachten Sie die Präsentationsfolien:
Präsentation_Buecherkoffer Programm_Infoveranstaltung (pdf Dokument)
Präsentation_Buecherkoffer Programm_Infoveranstaltung (pdf Dokument)
Anhang:
- Flyer: Bücherkoffer_Programm_Flyer_digital (pdf Dokument)
- Broschüre: Broschüre BK@Grundschule_kurz (pdf Dokument)
Weiteres Material: Mathe-Lesekoffer-Programm
Neben dem mehrsprachigen Lesekoffer für die Klassen 1 und 2 gibt es einen Mathe-Lesekoffer für die 3./4. Klasse, der wiederum aus zwei Koffern besteht. Er fördert gezielt Mathematik- und Lesekompetenzen sowie die Freude am Lernen und richtet sich insbesondere an mehrsprachige Kinder und Familien mit besonderen Unterstützungsbedarfen.
Inhaltlich steht die Verknüpfung von Mathematik mit Alltagssituationen im Mittelpunkt, umgesetzt durch Bilderbücher und Spiele. Jeder der beiden Mathe-Lesekoffer enthält 12 mathebezogene (teils mehrsprachige) Kinderbücher. Daneben gibt es drei Spiele, eine Lesefreund-Eule sowie mehrsprachige Begleitmaterialien.
Flyer Mathe-Koffer-Programm: Flyer – Bücherkoffer Grundschule (pdf Dokument)
Ansprechpartner am Medienzentrum
Für Rückfragen, Beratung und weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Eva-Maria Dierig ( dierig@mzhd.de, 06221 – 522 1543)