Airprint mit Hilfe des Raspberry Pi

Minicomputer Raspberry Pi

Dieser Beitrag ist etwas für unsere Technik affinen und interessierten Leserinnen und Leser, die mit iPad, iPhone oder Mac arbeiten und eine Möglichkeit suchen, einen von Haus aus nicht Airprint fähigen Drucker zu nutzen.

Wer sich mit dem Thema „Drucken“ von einem iOS-Gerät oder von einem Mac beschäftigt hat, der wird sicherlich schon einmal vom Airprint Protokoll gehört oder gelesen haben. Informationen zu Airprint findet man z.B. unter https://support.apple.com/de-de/HT201311
Doch einen noch funktionierenden Drucker nur wegen dem mangelnden Airprint Protokoll ausmustern? Das kommt für viele Nutzer sicherlich nicht in Frage! Zurecht, denn mit dem Raspberry Pi gibt es eine günstige Möglichkeit, den vorhandenen Drucker „Airprintfähig“ zu machen!

Was man dazu benötigt ist ein kleiner Computer, der Raspberry Pi, und eine MicroSD Karte (empfohlen min. 8 GB). Den aktuellen Raspberry Pi gibt es für rund 35 Euro, als StarterKit-Set mit SD-Karte uvm. ab ca. 70 Euro. Allemal günstiger als ein neuer Drucker mit Airprint Protokoll!
Der Raspberry Pi fungiert in dieser Lösung als Printserver, welcher das Airprint Protokoll unterstützt. Die Installation ist für bewanderte Computerenthusiasten sicherlich machbar. Eine ausführliche Anleitung dazu findet man unter https://www.macwelt.de/ratgeber/Jeden-Drucker-fuer-Airprint-aktivieren-10109769.html

Allerdings haben sich in der oben verlinkten Anleitung an der ein oder anderen Stelle kleine Fehler eingeschlichen, die hier kurz erwähnt werden:

  • Im Punkt 9. heißt es bei der Anleitung
    sudo nano /etc/conf/cupsd.conf

    Richtig muss es heißen
    sudo nano /etc/cups/cupsd.conf

 

  • In der zu ändernden Config-Datei sind es keine drei, sondern vier <Location>-Einträge die ergänzt werden müssen!

 

  • Der Neustart des CUPS-Service wird dort mit der Befehlszeile

    sudo /etc/init.d/cups restart
neu.

    angegeben. Dies ist jedoch einem Darstellungsfehler geschuldet. Der Neustart erfolgt lediglich mit dem Befehl

    sudo /etc/init.d/cups restart


Unter Zuhilfenahme der verlinkten Vorgehensweise und einem Raspberry Pi, der zuletzt zu Hause nur untätig herumlag, konnte ich unter CUPS erfolgreich einen schon in die Jahre gekommenen Brother HL-5140 einbinden, so dass ich von iPhone und iPad direkt auf diesen Drucker zugreifen kann. Wunderbar!

Testseite des eingebundenen Druckers unter CUPS

Ist der Raspberry Pi einmal in Betrieb, muss noch lange nicht Schluss sein mit den sich daraus ergebenden Möglichkeiten. So kann man seine eigene Cloud, z.B. Nextcloud, auf dem Minicomputer installieren. Dazu gibt es viele Anleitungen im Internet.

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