Mit Augmelity eigene „erweiterte Realitäten“ erzeugen

Vor rund einem Jahr hatten wir in einem Beitrag die Möglichkeiten beschrieben, wie mit "Augmented Reality" (auf deutsch "Erweiterte Realität") Inhalte im Unterricht präsentiert bzw. angereichert werden können. Dabei stehen einem verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, sowohl vorgefertigte als auch selbsterstellte Inhalte zu nutzen. Wer den Artikel nicht kennt, findet diesen unter https://www.mzhd.de/2019/01/ein-ausblick-in-richtung-erweiterte-realitaet/

Kurz nach der Veröffentlichung des obigen Beitrags wurde jedoch bekannt, dass die Betreiber von HP Reveal (ehemals Aurasma) Änderungen an ihrem Angebot vornehmen werden, die unter Umständen die Nutzung der Plattform einschränken könnten. Allerdings scheint HP Reveal am heutigen Tag noch wie bisher nutzbar!

Das hält uns jedoch nicht davon ab auf eine neue, weitere Möglichkeit hinzuweisen, um eigene AR Inhalte zu erstellen. Mit der App Augmelity können bis zu fünf multimediale Inhalte und digitale Zusatzinformationen auf einem Bild hinterlegt werden! Theoretisch gesehen können unzählige Objekte, von der Kaffeetasse bis zu eigenen Notizen auf einem Blatt Papier, als Vorlage für erweiterte Inhalte dienen! Es gilt jedoch zu beachten: Je detailreicher die Vorlage, desto einfacher erkennt die App das Motiv beim Scannen. Die verknüpften Inhalte werden beim Scannen des Objekts geladen und angezeigt. Welche Inhalte dies sind, entscheidet der Ersteller. Dabei hat man gleich mehrere Formate zur Auswahl:

  • Bilder bis zu einer Größe von 8 MB (JPG, PNG ohne Transparenz)
  • eigene Videos bis zu einer Größe von 400 MB (MP4-Format)
  • eigene Audio-Dateien mit bis zu 30 MB Größe (MP3-Format)
  • 3D-Objekte bis zu einer Größe von 400 MB (Wichtig: nur .obj -Dateien die zuvor als ZIP gepackt werden!)
  • eigene Kontakte als .vcf-Datei
  • Text mit bis zu 350 Zeichen

Um Ihnen zu zeigen wie ein angereichertes Objekt aussehen kann, hier ein Beispiel:

  • Falls noch nicht geschehen, installieren Sie zuerst die kostenlose Augmelity App aus dem für Ihr Gerät passenden App-Store:
  • Im Anschluss scannt man mit der geöffneten App die zuvor festgelegte Vorlage. In diesem Beispiel ist es eine Playmobil-Figur. (Tipp: Unser verwendetes Foto enthält wenige Details und ist eher ungeeignet! Trotzdem sollte es funktionieren.)

 

  • Lassen sich die verknüpften Inhalte erkennen, ist der Scan abgeschlossen. Im Gegensatz zu HP Reveal muss man nicht dauerhaft über dem zu scannenden Objekt verweilen! Danach lassen sich auch 3D-Objekte laden, drehen und vergrößern. Voraussetzung ist, dass das Gerät online ist!

 

  • Möchte man eine neue Vorlage scannen, tippt man lediglich auf das 'X' rechts oben in der App. Es startet ein neuer Scan.

Zur Erstellung eigener Inhalte benötigt man einen kostenlosen Zugang unter https://augmelity.com
Die Erstellung ist sehr einfach! Einfach ein neues Motiv festlegen, im Anschluss können bis zu fünf Objekte damit verknüpft werden.
Kleiner Nachteil und nach unserer Meinung verbesserungswürdig: Einmal verknüpfte Inhalte können nicht einzeln geändert bzw. verbessert werden! Sollte man feststellen dass man einen Link falsch eingetippt hat, so muss man alle Verknüpfungen löschen und neu eingeben. Das ist etwas mühsam. Daher: Augen auf bei der Erstellung!

Tipp: Häufig liegen 3D-Modelle im .stl-Format vor. Diese können z.B. unter https://www.meshconvert.com in ein .obj-Format umgewandelt werden. Nicht vergessen: Im Anschluss noch zippen!

 

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